Praktische Bildbarkeit

Der Begriff der praktischen Bildbarkeit im hessischen Schulsystem hebt sich ab von einem rein kognitiven Bildungsverständnis und setzt seinen Schwerpunkt auf das handlungsbezogene Lernen. Er bescheinigt Schülern mit geistiger Behinderung Motive haben zu können, sich Ziele zu setzen, etwas zu planen und durchzuführen und das Durchgeführte auch zu bewerten.(Mühl, 1986) Die Schulen für Praktisch Bildbare in Hessen sind ein Angebot für geistigbehinderte Kinder die Schule zu besuchen. Längst haben auch dort moderne Unterrichtsformen, Kulturtechniken oder Computer ihren Platz gefunden.
Ein zweites Angebot bietet geistigbehinderten Kindern auf Antrag der Eltern die Möglichkeit, meist im Rahmen der Grundschule, im Gemeinsamen Unterricht, d.h. altershomogen aber zieldifferent gefördert zu werden. Der Auftrag des Beratungs- und Förderzentrums besteht darin, geistigbehinderte Schüler im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts oder Kinder, die im jeweils kommenden Schuljahr eingeschult werden bezüglich ihrer Schullaufbahn zu beraten.

Für Schüler, die bereits eine Förderschule besuchen, sind die dortigen Lehrer Ansprechpartner bei Fragen oder bei Beratungsbedarf.